Überlebenskampf im Eismeer

Matt Lewis ist Meeresbiologie. Als er endlich die Chance erhält auf einem Fischtrawler ins Südpolarmeer mitzufahren, ist die Freude zunächst groß. Sie wird schon etwas kleiner, als der das Schiff, das in Kapstadt vor Anker liegt, sieht. Es ist nicht im besten Zustand und obwohl es in die wildesten Gewässer dieses Planeten geht, scheint die ganze Mannschaft nicht gerade bestens ausgerüstet zu sein. Das Schiff sticht in See mit dem Ziel Seehechte zu fangen. Sie fahren südlicher und südlicher hinab ins Polarmeer weit über den 50. Breitengrad. Ein Unwetter braut sich zusammen und wie so oft ist es menschliches Versagen, das zu jener Katastrophe führt, für die Matt Lewis Jahre braucht, um überhaupt darüber berichten zu können …
Das vorliegende Buch ist ein Seefahrerbericht. Ohne viel Emotion, aber voller Fakten, die umso anschaulicher demonstrieren, wie eine Fehlentscheidung nach der anderen dazu führt, dass letztendlich 17 Mann in einer gefluteten Rettungsinsel sitzen, bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt.

Wer wahre Geschichten mag, ist mit diesem Buch gut beraten. Wer in der Sommerhitze nach Abkühlung sucht ebenso, denn man spürt förmlich den eisigen Wind, der einem ins Gesicht bläst. Und sollte jemand beim Lesen dieses Buches gerade die Füße ins Meer hängen haben, wird er sie vielleicht ängstlich zurückziehen, wenn davon die Rede ist, dass Salzwasser auch Minusgrade haben kann.

Das verfluchte Schiff
von Matt Lewis, ISBN 978-3-95898-009-9