Alter ist vor allem Ansichtssache.

Es kommt der Tag, da beginnt es zu zwicken und zu zwacken – nicht nur körperlich, sondern auch mental. Man merkt, dass man nicht mehr gewillt ist, gewisse Dinge hinzunehmen, oder aber, dass es immer öfter Dinge gibt, die einen schlichtweg nerven. Ist es das Alter, dass uns da zu schaffen macht? Wird die Seele, der Geist, mit dem Alter träge? Ist es nicht nur der Körper, der dem Zerfall ausgesetzt ist, sondern sind es auch die Gedanken?
Uwe Böschemeyer nimmt in seinem neuen Buch, die Wehwehchens genauer unter die Lupe. Das Gute dabei: er nimmt sie nicht allzu ernst! Vielmehr versucht der bekennende Logotherapeut und Theologe uns auf jenen Pfad zu führen, der da lautet: es geht auch anders –  und zwar immer – und zwar in jedem Alter. Ja, man kann sich über vieles Sorgen machen, man muss aber nicht.
Und ja, man kann sich immer öfter die Sinnfrage stellen, oder darauf vertrauen, dass der Sinn ein uns durchflutendes Energetikum ist, dass man nur finden muss. Sicher, jene, welche gerade in einer Krise stecken, mögen vielleicht die Stirn runzeln. Aber der Autor sagt mit keinem Wort, dass es leicht wäre. Er zeigt vielmehr in ganz vielen Sätzen auf, dass es oftmals nur um die Fragestellung geht. Wie etwa die Frage: „Was bin ich?“, die nur allzu oft mit negativen Assoziationen behaftet ist. Wenn man aber die Folgefrage stellt: „Was bin ich auch?“, dann blickt man darüber hinweg und mag die schönen Seite entdecken.
Ein paar Sätze aus dem Buch:
Unser Leben ist eine Kette von Sinnmöglichkeiten.
Jede Idee hat die Tendenz sich zu verwirklichen.
Das größere Vertrauen sucht nach größeren Zusammenhängen.
Der Mensch muss erfahren, was ihn trägt, wenn er sich selbst nicht mehr tragen kann. Einzig diese Erfahrung gibt im eine unzerstörbare Grundlage. (C.G. Jung zitiert)
Der Wunsch nach Sinn ist der Stärkste aller Wünsche.
Jede Zeit hat ihre eigene Art und ihren eigenen Wert.
Wie Sie beim Altern ganz sicher scheitern,
Von Uwe Böschemeyr, ISBN: 978-3-7110-0113-9